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Ich bin dann mal auf Workation! – New Nomads-Trend I

Die Arbeit mit in den Urlaub nehmen? Bloß nicht! Aber arbeiten, wo andere Urlaub machen? Yes, please! In unserer New Nomads-Serie verraten wir dir, was es mit dem Trend auf sich hat.
10 Minuten
Von
Jessica Walker
,
veröffentlicht am
3.2.2022
.
Fotos:
Pexels

Nach diesem Motto leben digitale Nomaden schon seit Jahren und schlagen ihre Zelte überall dort auf, wo es ihnen gerade am besten gefällt. Ein Arbeitsmodell, das mittlerweile unter dem Stichwort „Workation“ bekannt ist und das seit zwei Jahren rasant an Fahrt aufgenommen hat.

Kein Wunder, denn die Corona-Krise hat gezeigt, dass viele Arbeitgeber durchaus in der Lage sind, ihre Mitarbeiter im Homeoffice zu dirigieren – Internet, Zoom und Co. machen’s möglich! Das Ergebnis: Mobiles Arbeiten ist längst keine Ausnahme mehr, sondern für viele Unternehmen mittlerweile eine gängige Option. Und das teilweise sogar vom Ausland aus.

Doch bevor du jetzt in Windeseile deine Zelte abbrichst und der Sonne entgegen düst, gibt es ein paar Dinge, die du beachten und im Vorfeld klären solltest. Welche das sind, verraten wir dir im ersten Teil unserer „New Nomads“-Serie auf COVERED!


1. Grünes Licht vom Arbeitgeber?

Ob Barcelona oder Bali: Bevor du mit der Workation-Planung loslegst, brauchst du als Angestellte:r zuerst natürlich die Erlaubnis deines Arbeitgebers, ob und unter welchen Voraussetzungen du deine Brötchen auch von woanders aus verdienen darfst. Du solltest zum Beispiel abklären, wie lange du aus dem Ausland arbeiten darfst oder was passiert, wenn du ausfällst, weil dein Flug gestrichen wurde.

Tipp: Sind entsprechende Regelungen noch nicht im Arbeitsvertrag enthalten, kann es sinnvoll sein, eine Art Zusatzvereinbarung abzuschließen, in der solche Fragen sowie steuerliche und sozialversicherungsrelevante Aspekte festgehalten werden.


2. Apropos Steuern … was muss ich hier beachten?

Wer gedanklich schon Meeresluft geschnuppert hat, der ist beim Wort „Steuern“ vermutlich gerade rückwärts von der imaginären Sonnenliege gefallen. Denn ein Auslandsaufenthalt zu Arbeitszwecken kann –  wie sollte es anders sein – natürlich auch steuerliche Konsequenzen haben.

Entscheidend ist dabei zunächst, an wie vielen Tagen im Jahr du im Ausland arbeitest. Die magische Grenze sind 50 Prozent, also 183 Tage im Jahr. Wer darunter liegt, für den gilt ganz normal das deutsche Lohnsteuerrecht. Klingt erst mal einfach, kann jedoch schnell kompliziert werden, da einige Gastländer wiederum schon nach kürzeren Zeiträumen (z. B. nach drei Monaten) Steuern verlangen.

Tipp: Lass dich rechtzeitig von Lohnsteuerhilfevereinen und Steuerexperten beraten, damit sich nicht im Nachhinein hohe Nachzahlungen oder gar eine doppelte Steuerzahlung auf deinen Geldbeutel auswirken!

3. Wie lange kann ich im Ausland arbeiten?

Das kommt ganz darauf an, wohin die Reise gehen soll. Generell einfacher hast du es, wenn du dir in Europa ein Land im sogenannten Schengen-Raum für deinen Workation-Trip aussuchst. In diesem Bereich von 26 Ländern kannst du problemlos leben und arbeiten und zwar bis zu 90 Tage lang innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Vorausgesetzt, du bist Staatsbürger:in in einem der teilnehmenden Länder.

Außerhalb des Schengen-Raums wird es dagegen komplizierter: Denn wer lediglich ein Touristenvisum statt einer Arbeitserlaubnis besitzt, bewegt sich in einigen Ländern an der Grenze zur Illegalität. Andere Länder bieten dagegen bereits spezielle Workation-Visa und Programme für digitale Nomaden an, wie etwa Costa Rica, Malta oder Mexiko.

Tipp: Wie genau die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen in deinem Traum-Workation-Ziel sind, kannst du auf der Webseite des Auswärtigen Amts recherchieren (auch, was Corona-bedingte Reise- und Sicherheitshinweise angeht!) sowie auf den Webseiten der Botschaften der jeweiligen Länder.


4. Ist eine Auslandskrankenversicherung wichtig?

Ja! Eine private Auslandskrankenversicherung ist ein Muss für digitale Nomaden und alle, die es werden wollen – und zwar, egal, wohin die Reise geht. Denn: Auch wenn du mit der deutschen Gesundheitskarte auch innerhalb der EU abgesichert bist, musst du bei einigen Behandlungen dennoch mit Zuzahlungen rechnen. Und solltest du einen Rücktransport nach Deutschland brauchen, bleibst du sogar komplett auf den Kosten sitzen, da dieser nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.

Tipp: Gerade in der jetzigen Zeit ist eine Auslandskrankenversicherung inklusive Corona-Schutz nicht nur wichtig, damit du abgesichert bist, falls du im Ausland an Corona erkrankst, sondern wird bei einigen Ländern wie Thailand, Costa Rica oder Singapur sogar für die Einreise benötigt!


5. Welche Versicherungen brauche ich noch?

Nicht fehlen in deinem Workation-Gepäck darf zudem eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung. Denn kleine und größere Missgeschicke können dir natürlich nicht nur in Deutschland, sondern auch auf Reisen passieren!

Tipp: Wer beides schon besitzt, sollte vorher unbedingt checken, was diese im Ausland eigentlich leisten. Eine Haftpflichtversicherung, die beispielsweise nur europaweit gilt, nützt einem in Mexiko leider nichts.

Zugegeben: Ganz so schnell lässt sich der Küchentisch nicht gegen das Strandcafé eintauschen… Du hast trotzdem Lust auf Meer bekommen? Dann komm mal CLARK auf deinem Workation-Trip und hake mit der
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