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Let’s talk about Beauty, Miriam Jacks

Als Make-up Artistin der Top-Liga jettete sie jahrelang um die Welt, entdeckte dabei unzählige Beauty-Produkte und hegte irgendwann den Wunsch, etwas Eigenes zu kreieren.
7 Minuten
Von
Nadine Semmler
,
veröffentlicht am
6.12.2021
.
Fotos:
Jonas Holthaus

Und wer Miriam kennt, weiß: Sie macht Nägel mit Köpfen. Daher: Gesagt, getan!

Eigentlich wollte sie ja Maskenbildnerin werden, landete stattdessen jedoch im Beauty- & Fashionbereich und auf den Shoots internationaler Kampagnen und Editorials. Aber auch der Erfolg konnte ihren kreativen Hunger und den Hunger nach etwas Neuem und Eigenem nicht stillen. Wer die quirlige Miriam einmal trifft, wird schnell feststellen, dass sie Dinge einfach anpackt und so erscheint es völlig selbstverständlich, dass sie erst ihren Concept Store JACKS beauty department eröffnete und kurzerhand den Launch ihrer Marke JACKS beauty line nachschob. Wir haben Beauty-Expertin und Entrepreneurin Miriam Jacks in ihrem brandneuen und stilvoll eingerichtetem Berliner Studio zum Gespräch getroffen, das so neu ist, dass es noch nach Farbe riecht und wo die Pinsel ihrer Beauty Brand per Hand bemalt und verziert werden.


COVERED: Liebe Miriam, schön, dass du uns in deinem Studio empfängst. Als Beauty-Expertin, Make-up Artistin, Influencerin und Entrepreneurin bist du als kreativer Geist sehr umtriebig und die Facetten deiner beruflichen Tätigkeiten sind äußerst vielseitig. Dabei spielt ein Verständnis für Ästhetik und vermutlich auch ein Faible dafür eine große Rolle. Was bedeuten Ästhetik und Schönheit für dich?

Miriam: Ästhetik gehört zu einem meiner Top 3 Werte. Wieso? Weil ich mich besonders wohl fühle, wenn ich von schönen Dingen umgeben bin. Das bezieht sich nicht nur auf Beauty, sondern auch auf die Natur, Interior Design oder Menschen. Dabei meine ich bei Menschen nicht nur optisch schöne Menschen, sondern glückliche und zufriedene Menschen, denn genau die strahlen oft wahre Schönheit aus.


COVERED: Als Make-up Artistin und Creative Directorin hast du dich früher kreativ ausgetobt, während du heute als Unternehmerin deiner eigenen Beauty Brand JACKS beauty line ganz anderen Herausforderungen begegnest. Wie hat sich dein Leben dadurch verändert?

Miriam: Ich muss sagen, dass ich 15 Jahre lang wirklich viel gereist bin und jeden Tag an einem anderen Set stand, einhergehend mit unterschiedlichsten Menschen und Herausforderungen. Natürlich war das eine extrem spannende Zeit, aber seitdem es meinen Sohn Noah gibt, der inzwischen fast 6 Jahre alt ist, hat sich vieles in meiner Einstellung zur Arbeit verändert. Heute liebe ich es, meine Firma zu managen, mein Team anzuleiten, eigene Shootings zu kreieren und dabei keine Kundenwünsche umsetzen zu müssen, sondern meine eigenen Vorstellungen zu verfolgen. Ich kann nach wie vor sehr kreativ sein, habe aber geregelte Arbeitszeiten und baue eine Firma nach meinen Vorstellungen und Werten auf.

COVERED: Deine Karriere begann in Los Angeles an der renommierten Make-up School Make-up Designory. Wir folgen dir ein wenig auf deinen Spuren. Wie ging es danach weiter und was waren die für dich entscheidende Etappen, um dahin zu gelangen, wo du heute stehst?

Miriam: Puh, das war ein langer und harter Weg. Wenn ich mit einzelnen Etappen anfange, wird es vermutlich ein ganzer Roman. Ich kann aber sagen, dass ich schon immer klare Ziele vor Augen hatte. Auch wenn sich diese Ziele hin und wieder etwas änderten, wusste ich jedoch immer, wohin ich will und bin daher stetig vorangekommen. Dabei habe ich jede Gelegenheit genutzt, um Erfahrungen zu sammeln und damit jeden Tag einen Schritt weiterzukommen. Manchmal wollte ich auch einfach zu viel, war etwas zu schnell, habe mich verhaspelt und bin hingefallen. Ich bin dann einfach wieder aufgestanden und habe weitergemacht – ich kann nicht anders, denn das ist in meiner DNA so einprogrammiert. Ich habe keine Angst vor dem Scheitern, ich finde sogar, dass es dazu gehört. Alles was zählt, ist mutig sein und immer an sich selbst glauben. Ich denke, dann kann man alles schaffen.


COVERED: Du bezeichnest deine Beauty Linie selbst als echtes Herzensprojekt, bei dem du voll aufgehst. Was hat dich dazu bewogen, den Job als Make-up Artistin an den Nagel zu hängen und deine eigene Beauty Brand zu gründen?

Miriam: Ich habe schon früh angefangen, neben meinem Job als Make-up Artistin an einem Konzept für einen Beauty Concept Store zu arbeiten. Ich wusste schon von Beginn meiner Karriere, dass es ganz allein beim Freelancer Job nicht bleiben würde. Ich bin in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen und Stillstand war für mich keine Option. Ich wollte Dinge noch schöner, noch besser, noch nachhaltiger und hochqualitativer machen.

COVERED: Was macht deine Linie aus, worin liegt (für dich) das Besondere?

Miriam: Ich kreiere Produkte, die mir persönlich im Markt fehlen. Zu Beginn waren es vegane Pinsel mit einem außergewöhnlich hochwertigen Design. Zu den Pinseln kamen irgendwann Bürsten, Beauty Bags und nun meine ersten eigenen Make-up-Produkte. Mit den Erfahrungen, die ich in den letzten 17 Jahren als Make-up Artistin und Beauty-Expertin gesammelt haben, entwickeln wir Produkte, die leicht in der Handhabe sind und Frauen ansprechen, die vielleicht nicht schon 1000 Produkte zu Hause stehen haben, sondern den Einstieg in die Beauty-Welt suchen.


COVERED: Konntest du damals absehen, was alles auf dich zukommt und hattest du ab und an auch mal eine bange Minute, dass das ganze Unterfangen scheitern könnte?

Miriam: Genau genommen ist es zweimal gescheitert. Meine Läden habe ich nach einer verschleppten Insolvenz einer ehemaligen Franchisenehmerin schließen müssen. Und auch als wir mit JACKS beauty line eine eigene Firma starteten, war ich so mit anderen Jobs beschäftigt, dass ich mein „Baby” fast gegen die Wand gefahren habe. Aber wie gesagt, aufgeben ist keine Option für mich. Ich lasse mir dann neue Wege einfallen und überlege, was als Nächstes kommen soll. Daher habe ich auch keine Angst vor dem Scheitern, denn ich kann mich immer auf meine Kreativität und meinen Mut, neue Dinge anzugehen zu wollen, verlassen.

COVERED: Wir sind neugierig: Woran arbeitest du gerade, welches Projekt ist in der Pipeline und was erwartet uns Neues aus dem Hause Jacks? Erzähl …!  

Miriam: Im nächsten Jahr werde ich mich zu 100 Prozent auf den Ausbau unserer Make-up-Produkte fokussieren. Hier könnt ihr gespannt sein, was noch alles kommt. Alles vegan, in einem zeitlos schönen Packaging und mit ganz viel Liebe für euch hergestellt. Natürlich in Berlin! :-)

COVERED: Du bist beruflich sehr erfolgreich, bist aber auch Mutter eines Sohnes, Ehefrau und Freundin. Wie schaffst du dir privaten Freiraum und Zeit für Familie und Freunde, Stichwort Work-Life-Balance?


Miriam:
Daran arbeite ich hart. Leider bin ich ein wahnsinnig schlimmer Workaholic und habe in den letzten Jahren viel zu wenig Auszeiten genommen. Aber seitdem wir so viele Mitarbeiter:innen haben und ich nicht mehr alles allein mache, erkenne ich, dass es manchmal auch besser ist, einen Gang zurückzuschalten. Ich bin ehrlich, es fällt mir nicht leicht, aber durch ein Business Coaching und einigen harten Learnings, die ich körperlich gemacht habe, wird es immer besser.

COVERED: Immer wenn man dich sieht, strahlst du von innen und außen. Wie machst du das nur und was ist dein ganz persönliches Beauty-Geheimnis?

Miriam: Aaawww vielen Dank! Aber das bleibt mein Geheimnis :-)

COVERED: Vielen Dank für dieses angenehme Gespräch. Wir wünschen dir viel Erfolg und bleiben gespannt, was und aus dem Hause Jacks noch alles erwartet.

Für alle Leser, die die Produkte von Miriam genauso lieben, wie wir, halten wir auf unserem Instagram-Kanal @clarkapp eine kleine Nikolaus-Überraschung parat. Vorbeischauen lohnt sich also! Wir sehen uns da.

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