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OAK – Die Bartpflege-Revoluzzer aus Berlin

Ein Mann sieht mit einem Bart einfach immer gut aus? Na ja, vorausgesetzt, dieser ist auch gut gepflegt! Genau das haben sich die Unternehmer Marcus Röber und Ingo Isabettini aus Berlin auf die Fahnen geschrieben.
8 Minuten
Von
Jessica Walker
,
veröffentlicht am
19.5.2022
.
Fotos:
Jonas Holthaus

Seit 2013 bringen sie mit ihrer Marke OAK Produkte auf den Markt, die Bartträgern das Leben leichter und das Gesichtshaar noch schöner machen sollen. Dabei setzen die zwei OAK Gründer nicht nur auf hochwertige und natürliche Inhaltsstoffe, sondern auch auf die enge Zusammenarbeit mit Barbieren, die genau wissen, auf was Männer Wert legen und worauf es bei der Bartpflege ankommt.

Das Ergebnis sind revolutionäre Produkte, die in ausgewählten Familienbetrieben in Deutschland hergestellt werden – größtenteils in Handarbeit! – und die von dort schließlich an den Mann beziehungsweise an den Bart gelangen. Nachdem wir im November letzten Jahres im Rahmen unserer „Movember-Gewinnspielaktion” auf COVERED bereits mit dem OAK-Duo kooperiert haben, freuen wir uns umso mehr, die beiden Bartträger jetzt in ihrem Berliner Hauptquartier auf einen entspannten Plausch besuchen zu können.

COVERED: Hi Marcus und Ingo, cool, dass ihr euch Zeit für uns genommen habt. Unser erster Eindruck gleich mal vorweg: Ihr wirkt wie ein sehr eingespieltes Team! Erzählt mal: Wie habt ihr beide zueinander gefunden und was hat euch dazu bewegt, Bartpflege-Produkte an den behaarten Mann zu bringen?

Marcus: Wir waren schon lange vor OAK ein gutes Team. Anfänglich haben wir uns in einer großen Werbeagentur die Nächte um die Ohren geschlagen, später auch in unserer gemeinsamen WG. Schon zu dieser Zeit wuchsen unsere Bärte. Was fehlte, waren allerdings die passenden Pflegeprodukte, vor allem da die Bärte immer länger wurden. Da nicht nur in den Straßen Berlins viele Bartträger zu sehen waren, haben wir uns 2011 entschlossen, dies zu ändern. Nach ausgiebiger Entwicklungsarbeit mit anderen bärtigen Männern, Barbieren und Naturkosmetik-Experten waren wir etwa ein Jahr später mit Deutschlands erster Bartpflegeserie auf dem Markt.

Ingo: Ja, es war schon super, dass wir das als Freunde zusammen gestartet haben. Sich gut zu verstehen und gemeinsam loszulegen hatte und hat mitunter den Effekt, dass sich Arbeit nicht immer nach Arbeit anfühlt. Auch wenn das so kurz zusammengefasst alles ziemlich einfach klingt. Aber damals bei null anzufangen, in einer Branche, die es so eigentlich noch nicht gab, war Fluch und Segen zugleich. Das war aber auch das Spannende.


COVERED: Wer in der Hipster-Hauptstadt unterwegs ist, sieht schnell: Die Bartquote ist in Berlin besonders hoch! Habt ihr den Standort für die Gründung daher bewusst hierher verlegt oder was das eher ein Zufall?

Marcus: Purer Zufall. Für Berlin hatten wir uns schon viel früher entschieden. Ingo hat die Kreativität 2007 nach Berlin gezogen, mich 1999 das Wirtschaftsstudium an der FU und meine heutige Frau. Dennoch hatten Berlin und die Menschen dieser Stadt einen großen Einfluss auf OAK und haben es nach wie vor. Eine spannende und vielseitige Stadt, die uns Tag für Tag aufs Neue inspiriert (auch wenn nicht immer alles nach Plan läuft…).

Ingo: Aber es ist sicher kein Zufall, dass die erste Bartpflege-Marke aus Berlin kam. Eine Stadt wie Berlin ist einfach ein guter Nährboden für neue Ideen und deren Umsetzung. Es ist ja oft nur eine Frage der Zeit, bis aus vermeintlichem Hipsterzeug Mainstream wird.

COVERED: Stichwort Männer-Beauty: Während viele Männer jahrelang ihre Pflegeprodukte einfach im nächsten Supermarkt gekauft haben, liegen mittlerweile hochwertige Beauty-Produkte wie die von OAK immer mehr im Trend. Was ist eure Einschätzung: Ist das kurzfristiger Hype oder eine dauerhafte Entwicklung, die längst überfällig war?

Ingo: Ich würde sagen, nach fast 10 Jahren kann man nicht mehr wirklich von einem kurzfristigen Hype sprechen. Schon als wir in der Entwicklung unserer ersten Produkte waren, haben uns viele gesagt, das mit den Bärten sei im nächsten Jahr vorbei. Als wir dann ein Jahr später mit den Produkten raus kamen, haben wir schon damit gerechnet, dass uns viele die Tür vor der Nase zuschlagen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Männer und Shopbesitzer fanden es toll und wollten mehr davon haben. Und diese Entwicklung zieht sich seit dem durch und ist sicher noch lange nicht am Ende.

Marcus: Das Interesse, auch als Mann auf besondere Qualität bei der Auswahl der Pflegeprodukte zu setzen, wird zudem immer größer. Das fängt für uns bei der Auswahl der Inhaltsstoffe an – OAK ist echte, zertifizierte Naturkosmetik –, setzt sich bei der Beratung fort, – unsere Produkte werden von Experten verkauft, im Barbershop und ausgewählten Fachgeschäften – und schließlich und endlich bei der Freude im Badezimmer zu Hause – für unser Verpackungsdesign haben wir verschiedene Awards gewonnen, die Produkte sehen also nicht nur toll im eigenen Badezimmer aus, sondern eignen sich auch besonders gut als Freude bringendes Geschenk.

COVERED: Was sind eurer Erfahrung nach DIE typischen Fehler, die fast jeder Bartträger macht und wie könnte man(n) sie vermeiden?

Ingo: Ungeduld. Und eine falsche Erwartung an das Ergebnis. Es dauert einfach seine Zeit, bis man herausfindet, wie der eigene Bart wächst, welche Eigenarten er mitbringt: Zum Beispiel kann es sein, dass er nicht überall gleich dicht wächst, eine andere Farbe als das Kopfhaar hat, überhaupt verschiedene Töne, Wirbel oder Locken hat oder einfach völlig glatt wächst. Will man den Bart nicht so akzeptieren, wie er ist, muss man ihn regelmäßig stylen (kennt man vom Kopfhaar) oder ist frustriert (weil zu aufwendig) oder gar das schlimmste: man rasiert ihn ab!

Marcus: Viele Männer trauen sich nicht, den Bart auch mal etwas länger wachsen zu lassen. Sie kürzen ihn schnell wieder auf nur wenige Millimeter herunter. Dabei steht vielen ein längerer, gut gepflegter Bart richtig gut. Hier hilft auch der Gang in den Barbershop. Ein Barbier kann dazu gut beraten, die richtige Bartlänge- und -form in Abhängigkeit von der Gesichtsform und Frisur bestimmen und die passenden Pflegeprodukte empfehlen. Gerade ein hochwertiges Bartöl riecht nicht nur sehr angenehm, sondern reduziert auch den Juckreiz, sobald der Bart länger wird. Wir sagen also ganz klar: Mehr Mut zum längeren Bart, die meisten bleiben dabei, denn es sieht einfach besser aus als vorher.

COVERED: OAK bedeutet aus dem Englischen übersetzt „Eiche“. Da fällt uns sofort die Redensart „stark und beständig wie eine deutsche Eiche” ein. Hat euer Markenname und eure Firmenphilosophie damit etwas zu tun oder sind wir mit unserer Vermutung auf dem Holzweg?

Marcus: Wir freuen uns, dass OAK bei euch direkt die richtigen Assoziationen hervorruft. Stark und beständig sind durchaus Attribute, die bei der Namensfindung eine Rolle spielten. Beständigkeit sicher auch im Sinne von Nachhaltigkeit bei der Verwendung besonders guter Inhaltsstoffe für Bart, Haut und eben auch die Umwelt. Die Eiche ist Natur pur und dazu ein sehr langlebiges und edles Holz. Der Einsatz von hochwertigen, aber auch nachhaltigen Inhaltsstoffen war uns von Beginn an wichtig. OAK ist echte, zertifizierte Naturkosmetik, sodass wir da, wo es geht, unsere Rohstoffe aus Deutschland oder zumindest Europa beziehen und ebenso regional mit Familienbetrieben produzieren. Zu guter Letzt ist die „deutsche“ Eiche insofern richtig, da wir OAK in Berlin, Deutschland gegründet haben. Eichen stehen jedoch zum Glück überall auf der Welt, ein Gedanke, der uns gut gefällt, da OAK jeden Mann, egal welcher Nationalität und Orientierung ansprechen soll.  

Ingo: Bei aller Liebe zur Eiche muss man aber auch sagen, wir halten den Bezug immer abstrakt. Schließlich haben wir keine Eiche oder ein Eichenblatt auf den Produkten abgebildet oder Eichenholz als Schraubdeckel eingesetzt. Ich betone das deswegen, weil in euren Fragen eine Leidenschaft für Wortspiele durchkommt und ich weiß, dass es Spaß macht, mit Bezügen zu spielen. Aber wir sind damals mit einem „Shampoo für den Bart” in den Kosmetikmarkt gestartet und da war es wichtig, dass jeder wusste, hier handelt es sich nicht um einen Scherzartikel. Das ist uns bis heute wichtig, auch wenn wir in der Kommunikation gern humorig sind. Unsere Produkte sind ernsthafte, tolle Entwicklungen, die es so vorher nicht gab.

COVERED: Apropos deutsche Eichen und Beständigkeit: Wir sehen, dass ihr auch beide Bartträger seid. Ist der Bart für euch ein „Mode-Accessoire“, das ihr irgendwann auch wieder ablegen würdet, oder doch eher eine Lebenseinstellung?

Marcus: Ehrlich gesagt weder noch. Ich finde meinen Vollbart toll, trage ihn in verschiedenen Längen, sehr selten auch mal nur einen Schnurrbart. Ich fühle mich einfach wohl(er) mit Bart, ein für mich von der Mode unabhängiges Accessoire, das – finde ich zumindest – meinem Gesicht gut tut.

Ingo: Lebenseinstellung klingt schon sehr groß. Auf jeden Fall zu groß. Aber ich erinnere trotzdem gern daran, dass Bart tragen mal eine Aussage war bzw. es immer noch ist. Haare werden ja generell gern als Aussage genutzt. Alles was weg von der sogenannten Norm ist, wurde irgendwie als Ausdruck gewertet. Mittlerweile ja sogar, wenn die Frisur der Norm entspricht. Heute funktioniert das meist weniger stark (oder ist das wieder so eine Berlin-Bubble-Wahrnehmung?). Aber für einen Bart am Arbeitsplatz muss man in manchen Bereichen sicher immer noch kämpfen. Natürlich nicht bei uns. Bei uns ist Bart tragen dringend erwünscht! Was mich angeht, ich selbst liebe einfach meinen Bart. Er fühlt sich gut an, macht etwas mit meinem Gesicht, das ich gut finde, wirkt manchmal wie ein Schutzschild und lässt mich nicht altern. Zum Dank pflege ich ihn.

COVERED: Ein Vollbart wie der Weihnachtsmann, ein 80er-Jahre Tom-Selleck-Schnurrbart oder der klassische Drei-Tage-Bart: Männliche Gesichtsbehaarung gibt es in vielen Formen und Farben. Was ist euer persönlicher Favorit und gibt es auch „Un-Bärte”, die euch die Haare zu Berge stehen lassen?

Marcus: Der Un-Bart, ist sicher dieser besondere Schnurrbart, bei dessen Anblick jeder an einen besonders dunklen Moment in unserer Geschichte denken muss. Tom Selleck hingegen hat sicher geholfen, den Schnurrbart wieder salonfähig zu machen, der steht ihm einfach verdammt gut. Ansonsten liegt die Schönheit doch tatsächlich in der Vielfalt der Bärte, da sie ja auch eine Vielfalt an unterschiedlichen Typen zum Vorschein bringt, eine Bereicherung für uns alle. Mir persönlich gefällt der mittellange Vollbart am besten, dicht gefolgt von dem Schnurrbart in Kombination mit einem 3-Tage-Bart.

Ingo: Auch mein persönlicher Favorit ist eindeutig der zum Gesicht passende natürliche Vollbart. Vollbärte sind einfach großartig. Da wächst was einfach so, bei jedem anders und es hat Einfluss auf dein Gesicht – wundervoll! Jede Veränderung am natürlichen Wuchs ist letzten Endes Geschmackssache. Oder doch ein Statement (da sind wir wieder bei der Frage zuvor …). Ich sage mal so, den Humor von in Bärte einrasierte Muster oder gar Tribals habe ich nie verstanden. Anders als mit dem früher von mir gehassten Goatee. Den kann ich mittlerweile besser einordnen. Selbst tragen würde ich so einen allerdings nicht.

COVERED: Zu guter Letzt hätten wir gerne noch ein paar Geheimtipps! Wer wie ihr Männerpflegeprodukte selbst entwickelt, kommt ja sicher nicht drum herum, das eine oder andere selbst auszuprobieren. Was ist denn eure persönliche Pflegeroutine, um euren Bart und den Rest drum herum ins rechte Licht zu rücken? #fragefüreinenbärtigenfreund ;-)

Marcus: Mittlerweile umfasst unser überschaubares Sortiment um die 15 Produkte, die wir natürlich nicht nur im Zuge der Entwicklung ausgiebig getestet haben, sondern ab Marktreife auch in unsere individuellen Pflegeroutinen eingebaut haben. Wie die konkret aussieht, hängt natürlich auch immer vom jeweiligen Barttyp, also der Länge, Form und dem gewünschten Styling ab. Unabhängig davon gehört zur Standard-Routine: die Reinigung des Bartes mit dem Bartshampoo (BEARD WASH), das regelmäßigen Ölen für einen weichen Bart (funktioniert super mit unserem BEARD OIL) und das Bürsten für eine natürliche Form (je nach Länge BRUSH oder BRUSH SOFT). Fürs individuelle Styling gibt es bei OAK noch die entsprechenden Wachse, die den Bart in Form bringen/halten (BEARD HOLD oder BALM).

Ingo: Mein täglicher Begleiter ist seit dessen Entstehung unser BEARD WASH. Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich benutze dieses Produkt seit fast zehn Jahren nahezu jeden Tag. Und es macht mich tatsächlich noch jedes Mal glücklich. Für mich immer noch die Basis schlechthin für einen gepflegten Bart. Aber mein Geheimtipp und leider schlecht für uns, weil nicht im OAK-Sortiment: Ich habe neben unseren Bürsten (ich benutze beide: SOFT und die normale BRUSH) einen sehr grobzinkigen Kamm im Regal, mit dem ich das handtuchtrockene Barthaar entwirre. Ich habe einen sehr lockigen Bart und die groben Zinken bringen im feuchten Zustand eine simple Ordnung ins Haar und entwirren die schlimmsten Knoten, sodass er sich beim restlichen Trocknen geordneter kräuselt und eine natürliche Form annimmt. Die Bürsten kommen dann im trockenen Bart zum Einsatz. Nach belieben noch ein bisschen Öl oder Balm drauf und der Tag kann kommen.

COVERED: Das klingt nach einem guten Schlusswort! Lieben Dank für das Interview und wir freuen uns auf hoffentlich weitere tolle OAK Produkte in der Zukunft.

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